Beratungskonzept

(Beratungskonzept)

BÄSTENHARDTSCHULEMÖSSINGEN–BELSEN

  • Ganztagsschule in Wahlform
  • 277 Kinder aus 18 Nationen in 13 Klassen
  • 15 Inklusionskinder
  • 28 Lehrkräfte, 3 Sonderschullehrkräfte, 1 pädagogischer Assistent,
  • 2 Sozialpädagoginnen, 2 ErzieherInnen,
  • 5 Pädagogische MitarbeiterInnen, 5 JugendbegleiterInnen

Unser Schulleitbild -Daran lassen wir uns messen.

Die Bästenhardtschulekennt keine Grenzen. Sie verbindet Kulturen, Geschlechter, Kinder und Erwachsene, Arm und Reich, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung.
Eine erfolgreiche Erziehung setzt voraus, dass alle an der Erziehung unserer Schüler Beteiligten einen Grundkonsens über ein gemeinsames Konzept und dessen Umsetzung im Schulalltag erzielen.

Wir begreifen Schule als Teil einer demokratischen und toleranten Gesellschaft.
Schulisches Leben und Lernen soll von allen Beteiligten als „erfüllte Gegenwart“ erfahren werden.
Wir vermitteln unseren Schülern Kompetenzen, die sie zu einer selbst bestimmten Lebensgestaltung befähigen, in der sie für sich und andere Verantwortung übernehmen lernen.

Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt

Unsere Basis für eine gelingende Beratung
Schulische Beratung …
… ist ein Angebot. Erzwungene Beratung hat keinen Erfolg.
… ist vertraulich. Ratsuchende müssen sich der Verschwiegenheit der Beratenden sicher sein können
… dient dem Lernen, Lehren und Zusammenleben.
… soll Kinder dabei unterstützen, sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln.
… wird in der Regel zuerst von der Klassenlehrkraft als erste Beratungsinstanz durchgeführt
… kann durch spezielle Experten unterstützt und ergänzt werden.
… wird dokumentiert in Form der verbindlichen Schullaufbahndokumentation sowie der Schülerakte (Schülerbegleitblätter werden halbjährlich auf dem Rektorat aktualisiert )

Beratung erfolgt durch verschiedene Personengruppen

Überblick über Themenschwerpunkte –Wer berät was?

Im Unterrichtsalltag erhalten die Kinderregelmäßig Informationen über ihr Arbeitsverhalten und ihre Lernfortschritte. Dabei werden auch altersentsprechende Formen der Selbsteinschätzung eingesetzt. Insbesondere während der individuellen Lernzeit wird das Kind in seinem Lernprozess beraten und die nächsten Lernschritte thematisiert.
Die Rückmeldungen an die Eltern erfolgen regelmäßig in schriftlicher Form, z.B. durch Lernkontrollen, Lernspuren oder Kompetenzraster.
Die Lernentwicklungsgespräche sind auf den folgenden Seiten unter „regelmäßig stattfindende Gespräche“ aufgeführt.

Allgemeines

Regelmäßig stattfindende Gespräche – bei Bedarf mit Dolmetscher um einen offenen Austausch zu ermöglichen

  • Informationsmittag für Schulanfängereltern im Kindergarten
    Inhalte: Voraussetzung für schulisches Lernen, Lernen in der GS, Differenzierung, „Wie können Eltern Kinder in ihrem Lernprozess vor dem Schulbesuch unterstützen?“, Raum für Fragen
  • Anmeldegespräch
    Schulanmeldebogen, offene Gesprächssituation, Wünsche und Informationen der Eltern, Fragen
  • Lernentwicklungsgespräche mit Eltern und Kindern ( in Absprache zwischen Eltern und Lehrern sind auch Gesprächsteile ohne Kinder möglich, wenn dies für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes besser erscheint) in Klasse 2 zum Ende des 1. Halbjahr, sowie in Klasse 1 und 3 bis zu den Faschingsferien ( es sei denn es hat schon zuvor ein ausführliches Gespräch stattgefunden, dann genügt dies bis zu den Osterferien)
    Die Klassenlehrkraft führt diese nach Rücksprache mit den Fachlehrern.
    In den Lernentwicklungsgesprächen werden sowohl die individuellen Lernfortschritte als auch das erreichte Kompetenzniveau der Standards thematisiert. Grundlage ist ein Schülerbeurteilungsbogen, der der Dokumentation dient und der von allen Gesprächsteilnehmern unterzeichnet wird. Auch exemplarische Arbeitsbeispiele können zur Veranschaulichung herangezogen werden.
  • Beratendes Gespräch zum Übergang in die Sekundarstufe 1 im Zeitfenster von November bis Februar
    Klassenlehrkraft oder Lehrerteam der Klasse 4, schriftlich vorbereitet und dokumentiert.
    Grundlage sind: schulische Leistungen, Lern-und Arbeitsverhalten, Entwicklungsstand des Kindes, Stärken und Lernpräferenzen, sowie Entwicklungspotential
    Bei Bedarf zusätzliche Gespräche an unserer Schule
  • Gespräche anlässlich von Veränderungen im Sozial, Lern-oder Arbeitsverhalten des Kindes oder Änderung der familiären Lebenssituation.
    Neben den regelmäßig stattfindenden Gesprächen (s. S. 8 und 9) werden terminlich flexibel bei Bedarf Gesprächsmöglichkeiten für Eltern, auf Wunsch auch zusammen mit ihren Kindern, angeboten. Die Kontaktaufnahme kann sowohl von den Eltern als auch von den Lehrkräften ausgehen. Auch weitere Personen (z.B. Schulsozialarbeit, Familienhilfe, Therapeuten) können den Austausch bereichern in Form von runden Tischen. Das Gespräch wird im Schülerbegleitblatt dokumentiert. Bei Bedarf werden Zielvereinbarungen gemeinsam formuliert.
  • „Runder Tisch“ mit Erziehungsberechtigten, ErzieherInnen, Kooperationslehrkräften, evtl. Personen weiterer Institutionen (Stadt, Jugendamt,…)
    Inhalte: Entwicklungsstand des Kindes, Förderbedarf, Maßnahmen für einen gelungenen Start in die Schule, vorzeitige Einschulung, Zurückstellung
  • Erweitertes Schulanmeldegespräch
    Resultiert aus der Kindergartenkooperation. Dient der abschließenden Beratung über Zurückstellung, vorzeitige Einschulung oder weiteres Vorgehen bei erhöhtem Förderbedarf.
    Teilnehmer: Erziehungsberechtigte, KIGA –Kooperationslehrkraft und Schulleitung.
    Weitere Beratungsgespräche bei Bedarf im Rahmen des Übergangs Kindergarten -Grundschule

Info –Abend für Schulanfängereltern mit Schulhausführung zwei Wochen vor der Schulanmeldung

Inhalte: Grundschule heute, Lern –und Unterrichtsformen, Informationen zur Schulanmeldung, Rhythmisierung der Schulalltags, Ganztagsschule und Betreuungsangebote, Vorstellung Kooperation Jugendmusikschule Steinlach, 1. Schultag

Info –Veranstaltung „Vorstellung des Übergangsverfahrens“ vor dem 1. Elternabend in Klasse 4 durch die Schulleitung

Info –Veranstaltung „Vorstellung der weiterführenden Schularten“
1. Woche nach den Herbstferien zentrale Veranstaltung aller Mössinger Grundschulen mit Vertretern aller weiterführenden Schulen und des beruflichen Schulwesens

Elterninformation zur Geschlechtserziehung im Rahmen des zweiten Elternabends in Klasse 2 und Klasse 4

Verbindliche Themenabende an unserer Schule

Fachliche Kompetenzen des Kollegiums um eine professionelle Beratung durchführen zu können

  • Beobachtungskompetenz
  • Diagnosekompetenz
  • Kommunikationskompetenz
  • Kenntnisse über Dokumentationsinstrumente
  • Wissen um Unterstützungssysteme:
  • Beratungslehrer, Kooperationslehrer, Schulsozialarbeiter, Beratungsstellen, …
    Kenntnisse über Schullaufbahnmöglichkeiten

Um eine gute Beratung zu gewährleisten zu können, bedarf es fester Austauschstrukturen.

a) Innerkollegialer Austausch
•Klassenkonferenzen

Teilnehmer: Klassenlehrkräfte, Fachlehrkräfte,
bei Bedarf: Schulleitung, Schulsozialarbeit, Kooperationslehrer
2 x jährlich, Inhalte: gemeinsame Überlegungen zur Lernentwicklung und zum Sozialverhalten, Abstimmung weiterer Maßnahmen z.B. schulinterne Unterstützungsmöglichkeiten, Einbeziehung von Kooperationspartnern
•Übergabegespräche

bei Lehrerwechsel anhand der Laufbahndaten der Kinder
•Klasseninterner regelmäßiger Austausch der Inklusionslehrkräfte und der Regelschullehrkräfte

•Austausch der Klassenlehrkräfte und Schulleitung bei auffälligem Schülerverhalten und besonderen Elternanliegen

b) Multiprofessioneller Austausch
Viele unserer Schüler besuchen die Kernzeitbetreuung oder die Ganztagsschule und erleben die Schule somit als Lebensraum, der auch immer wieder Herausforderungen an ihr Sozialverhalten stellt. Um die Kinder in ihrer Sozialentwicklung und in ihrer personalen Kompetenz gut zu fördern und zu beraten, bedarf es des Austauschs der Klassenlehrkräfte mit der Schulsozialarbeiterin, den GanztagsmitarbeiterInnenund der Kernzeitmitarbeiterinnen.

Unterstützungssysteme und Kooperationspartner für Kinder, Eltern und Kollegium

  • Innerhalb der Schule ( Schulleitung, Beratungslehrer, Sonderpädagogen, Beauftragte für LRS/Dyskalkulie…)
  • Innerhalb des Systems ( staatliches Schulamt, schulpsychologische Beratungsstellen, SBBZ,…)
  • Beratungs-und Unterstützungssystem an der Schule ( Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, …)
  • außerschulische Beratungs–und Unterstützungsangebote ( Jugend-und Familienberatungszentren, Erziehungsberatungsstellen, Therapeuten)

Zusammenfassung

  • Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind die Basis für Erziehungspartnerschaften.
  • Gelingende Gespräche und gute Beratung benötigen Kompetenzen, Kontinuität und Effizienz.
  • Eine regelmäßige Dokumentation ist erforderlich.
  • Ein regelmäßiger kollegialer Austausch ist notwendig und hilfreich.

Ausblick

Als nächster Schritt ist die Vereinheitlichung der Kompetenzraster und der Schülerbeurteilungsbögen geplant.

Anhänge:
1. Bogen zur Dokumentation von Schülerinformationen
2. Schülerbegleitblatt
3. Entbindung von der Schweigepflicht